
In der professionellen Welt gehört ein Passwort-Manager zur Grundausstattung wie das Diensthandy. Wir generieren 20-stellige Zeichenfolgen, speichern sie in Tresoren und fühlen uns sicher. Doch die Realität der Cybersicherheit lehrt uns oft das Gegenteil: Solange ein Geheimnis (das Passwort) übertragen wird, kann es gestohlen werden.
Passkeys läuten jetzt das Ende der Ära ein, in der wir uns „Geheimnisse“ merken oder verwalten müssen. Es ist der Schritt von der Verwaltung eines unsicheren Systems hin zu einer Architektur, die Sicherheit nativ mitbringt.
Wir müssen nicht über „Passwort123“ reden – das ist im Business-Kontext hoffentlich Geschichte. Das Problem bei herkömmlichen Passwörtern ist strukturell:
Passkeys basieren auf der WebAuthn-Technologie. Statt eines Passworts nutzt du ein kryptografisches Schlüsselpaar.
Der Clou: Ein Hacker kann mit dem öffentlichen Schlüssel absolut nichts anfangen. Und da der Login-Prozess fest an die echte Domain des Dienstes gebunden ist, läuft jedes Phishing ins Leere. Die Technik „weigert“ sich schlichtweg, auf einer gefälschten Seite zu funktionieren.
Wer professionell arbeitet, schätzt reibungslose Workflows. Die Skepsis gegenüber Passkeys rührt oft daher, dass man den Zugriff auf ein zweites Gerät (z. B. das Smartphone) als Unterbrechung wahrnimmt.
Doch die Entwicklung ist weiter: Moderne Betriebssysteme synchronisieren Passkeys mittlerweile Ende-zu-Ende-verschlüsselt über die Business-Cloud-Accounts. Wer also im Apple- oder Microsoft-Ökosystem arbeitet, findet seine Keys auf allen autorisierten Geräten vor. Der „Nerv-Faktor“ verschwindet, sobald die erste Einrichtung abgeschlossen ist. Übrig bleibt ein Login, der schneller ist als jeder Copy-Paste-Vorgang aus einem Passwort-Manager.
Die Umstellung auf Passkeys ist kein reines IT-Projekt, sondern eine strategische Entscheidung:
Ein Passwort-Manager war über Jahre die beste Antwort auf ein fehlerhaftes System. Passkeys sind nun die Lösung des Problems selbst. Für Unternehmen bedeutet das: Weniger Reibung, mehr Sicherheit und ein Ende des Wettrüstens gegen Phishing-Methoden. Es ist Zeit, den Tresor langsam gegen den digitalen Handschlag einzutauschen.
Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Wenn du darüber sprechen möchtest, wie du deine digitale Infrastruktur modernisierst und zukunftssicher aufstellst, lass uns gerne einen Termin vereinbaren.